1. Wirtschaftstag Oldenburg-Polen gibt Anstöße

Im Dialog: (von links) Oberbürgermeister Jürgen Krogmann, Adam Borkowski, Vizekonsul der Republik Polen, Moderator Friedrich-Wilhelm Kramer, LzO-Vorstand Olaf Hemker und Dr. Joachim Peters, Hauptgeschäftsführer der Oldenburgischen IHK. (Foto: Jörg Hemmen)

Oldenburg. Polen gilt bei deutschen Unternehmen als einer der attraktivsten Wirtschaftsstandorte Mittel- und Osteuropas. Das zeigte sich auch in den Besucherzahlen beim 1. Wirtschaftstag Oldenburg-Polen, zu dem die Wirtschaftsförderung der Stadt Oldenburg gemeinsam mit der LzO in die LzO-Zentrale in Oldenburg eingeladen hatte. Etwa 130 Gäste von Unternehmen und Institutionen nahmen teil, darunter rund 40 Unternehmensvertreter aus Polen, zum Beispiel von den bekannten Möbelfirmen NOTI und Nowy Styl, der EWE Polska und dem Autositzhersteller STER. Bereits vor der Tagung fand ein Matching zwischen deutschen und polnischen Unternehmen statt, in dem konkrete Geschäftskontakte entstanden sind.

Der ehemalige ARD-Korrespondent Friedrich-Wilhelm Kramer führte durch das abwechslungsreiche Tagungsprogramm. Zum Auftakt moderierte er eine Fragerunde mit Oberbürgermeister Jürgen Krogmann, LzO-Vorstandsmitglied Olaf Hemker, dem Vizekonsul der Republik Polen in Hamburg, Adam Borkowski, und dem Hauptgeschäftsführer der Oldenburgischen Industrie- und Handelskammer, Dr. Joachim Peters.

Dr. Matthias Weber, Direkter des Bundesinstituts für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa, gab einen Einblick in die aktuelle Situation in Polen. Es folgten interessante Fachvorträge durch Referenten der Deutsch-Polnischen Außenhandelskammer, des Dienstleisters Sales Desk Polen, der Anwaltskanzlei Babiaczyk und des Investors Relation Department Poznan. Die Chancen und Potenziale für ein Engagement im Nachbarland wurden dargestellt. Konkret ging es darum, wie der Aufbau von Geschäftsbeziehungen, der Vertrieb oder Investitionen im Nachbarland vonstattengehen können.

Beispiele für bereits gelebte Kooperationen gaben Unternehmen aus beiden Ländern in einer Podiumsrunde. In drei Branchen-Workshops wurde der Austausch in den Bereichen Möbelindustrie/Möbeldesign/Einrichtung, Energie/E-Mobilität und Automotive vertieft.

Die polnischen Unternehmen, die über das Sales Desk Polen aus diesen Branchen akquiriert wurden, waren mit konkreten Kooperationswünschen nach Oldenburg angereist. So wurden zum Beispiel deutsche Produzenten von Schaltanlagen und Auftragnehmer von Windpark-Projekten gesucht oder deutsche Möbelproduzenten und Firmen, die Möbel und Küchenstudios montieren sowie Unternehmen, die im Bereich Sondertransportdienstleistungen tätig sind.

Parallel zur Tagung präsentierten sich Firmen aus Polen und Institutionen auf einem Marktplatz in der Empfangshalle der LzO, ähnlich wie auf einer Messe, mit ihren Produkten und Dienstleistungen. Nicht zu kurz kam das Netzwerken – begleitet von elektronischen Klängen aus der polnischen Musikwelt.

Mit dem Wirtschaftstag sollte der Anstoß zu einem wirtschaftlichen Austausch zwischen Polen und der Region Oldenburg gegeben werden. Dass dieses Ziel erreicht wurde, darüber waren sich alle Beteiligten einig.