Durch die Küche auf den Arbeitsmarkt

Wollen gemeinsam Geflüchtete über die Hauswirtschaft in Arbeit bringen (von links): Lydia Vaske, Willkommenslotsin der Landwirtschaftskammer (LWK) Niedersachsen, Carola Sandkühler (Landwirtschaftsministerium), Kristina Stojek (Projektkoordinatorin bei der LWK), Prof. Dr. Elisabeth Leicht-Eckardt (Hochschule Osnabrück) und Anke Evers, bei der LWK Leiterin des Fachbereichs Aus- und Fortbildung sowie Landjugend. (Foto: Ehrecke/Landwirtschaftskammer Niedersachsen)

Oldenburg. Geflüchtete Menschen im ländlichen Raum in hauswirtschaftlichen Basiskompetenzen zu schulen und zu stärken, ist das Ziel eines Projektes, welches das niedersächsische Landwirtschaftsministerium fördert. Zur Auftaktveranstaltung hatten die Projektpartner, die Landesarbeitsgemeinschaft Hauswirtschaft Niedersachsen e.V., die Hochschule Osnabrück und die Landwirtschaftskammer (LWK) Niedersachsen, zahlreiche Vertreter von Jobcentern, Agenturen für Arbeit, Migrationscentern und Ehrenamtliche nach Oldenburg eingeladen.

In feierlichem Rahmen begrüßte die Vertreterin des Landwirtschaftsministeriums aus dem Referat Ernährung und Wirtschaftlicher Verbraucherschutz, Carola Sandkühler, die Gäste und Projektbeteiligten. Anke Evers, bei der LWK Leiterin des Fachbereichs Aus- und Fortbildung sowie Landjugend, führte durch die Veranstaltung. Prof. Dr. Elisabeth Leicht-Eckardt, Dozentin für Haushalts- und Wohnökologie an der Fakultät Agrarwissenschaften und Landschaftsarchitektur der Hochschule Osnabrück, stellte das Projekt im Namen der Landesarbeitsgemeinschaft Hauswirtschaft vor: „Wir freuen uns auf die Auswertungen, denn schon jetzt sehen wir nach den ersten Tagen Lernerfolge“, sagte Leicht-Eckardt. „Von großem Vorteil ist, dass die Landwirtschaftskammer zusätzlich zu den Schulungen auch Unterstützungen im beruflichen Bereich geben kann.“

In Oldenburg, Osnabrück und Hannover werden an jedem Standort zwölf geflüchtete Frauen in hauswirtschaftlichen Basiskompetenzen geschult und gestärkt. Ziel ist es, die Frauen so zu qualifizieren, dass sie Arbeitsverhältnisse in hauswirtschaftlichen Arbeitsbereichen aufnehmen können. Kristina Stojek, verantwortliche fachliche Projektkoordinatorin bei der LWK, ist nach den ersten Schulungstagen begeistert von der hohen Motivation der Teilnehmerinnen, sich weiter zu qualifizieren. „Vor allem die praktischen Einheiten finden viel Zustimmung“, sagte Stojek.

Lydia Vaske, eine von niedersachsenweit drei Willkommenslotsinnen und Mitarbeiterin der LWK, zeigte die Aktivitäten zur Integration von geflüchteten Menschen für gartenbauliche sowie land- und hauswirtschaftliche Betriebe auf: „Exkursionen zu landwirtschaftlichen und Gartenbau-Betrieben und Märkte für Arbeitsmöglichkeiten sind sehr gut geeignet, geflüchtete Menschen, Arbeitgeber und Ausbilder zusammenzubringen“, betonte Vaske.

Sonja Pöhls von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung, Sektion Niedersachsen, zeigte den interkulturellen Kurzfilm „Zu Gast in anderen Küchen“. Interessierte können diesen finden unter https://www.zugastinanderenkuechen.de/aus-der-praxis/.

Alle Projektbeteiligten sind sich einig, dass das Projekt ein guter Start für geflüchtete Frauen und Männer ist, einen Einblick in die Vielfalt der professionellen Hauswirtschaft zu bekommen.