EWE Baskets verteidigen knappen Erfolg

Oldenburg. Die EWE Baskets Oldenburg haben sich am Samstagabend den fünften Sieg in den letzten sechs Spielen in der easyCredit BBL gesichert. In einer hektischen Partie besiegten die Oldenburger die Basketball Löwen Braunschweig mit 86:84. In einer umkämpften Begegnung konnten die Gastgeber trotz einiger unnötiger Fehler in der entscheidenden Phase den Sieg über die Zeit bringen. Damit klettert die Mannschaft von Headcoach Mladen Drijencic auf den sechsten Tabellenplatz.

Armani Moore wurde mit 18 Punkten zum Topscorer, sammelte dazu sechs Rebounds. Rasid Mahalbasic kratzte mit 17 Punkten, acht Rebounds und sieben Assists am Triple-Double, auch Kapitän Rickey Paulding erzielte 17 Zähler.

Spielverlauf: Bei den Gastgebern kehrte Rasid Mahalbasic in die Startformation zurück und war der bestimmende Spieler der ersten Minuten. Die Gäste entschieden sich den Österreicher zu doppeln, der das mit Pässen zu zwei freien Dreiern von Schwethelm und Massenat bestrafte. Ein weiterer Treffer aus der Distanz durch Schwethelm stellte auf 13:4. Nun ließen die Gastgeber in der Offensive aber mit kleinen Fehlern einige Chancen liegen. Spätestens als Lansdowne per krachendem Dunk vollstreckte, waren die Braunschweiger im Spiel. Die EWE Baskets mussten sich nun die Punkte an der Freiwurflinie verdienen und gingen mit einem knappen Vorsprung in den zweiten Abschnitt.

Dort blieben die Oldenburger zwar fast durchgehend in Führung, vergaben aber die Möglichkeit, sich entscheidend abzusetzen. Armani Moore setzte wichtige Akzente, brachte die EWE Baskets nach einem Offensivrebound mit 32:24 in Führung und war zur Pause Topscorer (12 Punkte). Unnötige Ballverluste brachten die Gäste aber wieder heran, die durch Jaramaz aus der Distanz zum 36:36 trafen. Nun kam enorme Hektik in die Partie. Der Braunschweiger Headcoach Frank Menz kassierte zunächst ein technisches Foul. In der Folge waren die Gastgeber mit vielen Entscheidungen der Schiedsrichter nicht einverstanden, die im technischen Foul von Kapitän Rickey Paulding gipfelten. Mit einem knappen Vorsprung ging es in die Halbzeit (45:44).

Nach Wiederbeginn blieb die hektische Stimmung auf dem Parkett, die EWE Baskets konnten sich aber über mehr Energie und einen stärker werdenden Mahalbasic absetzen. Nach einem Korberfolg plus Bonusfreiwurf stand es 54:48, kurze Zeit später erzwang der starke Tadda einen Ballgewinn und vollstreckte zum 60:53. Über Scott Eatherton (15 Punkte, 18 Rebounds) und den herausragenden DeAndre Lansdowne aber blieb Braunschweig im Spiel (67:64).

Nach einem Monsterblock und einem spektakulären Dunk von Armani Moore setzten sich die EWE Baskets bis auf 75:68 ab und schienen auf der Siegerstraße zu sein. Mit drei Dreiern in den letzten Minuten aber brachte DeAndre Lansdowne seine Mannschaft immer wieder zurück (82:81).

Nachdem Karsten Tadda neun Sekunden vor dem Ende mit zwei Freiwürfen auf 84:81 gestellt hatte, gaben die Oldenburger ihren Gästen dann noch gleich zwei Mal unnötig die Gelegenheit, die Verlängerung zu erzwingen. Zunächst wurde Thomas Klepeisz beim Dreier gefoult, konnte aber nur zwei Freiwürfe verwandeln. Zwei Sekunden vor dem Ende gelang es den Gastgebern nicht den Ball im Vorfeld einzuwerfen. Braunschweig verblieb ein letzter Angriff, der aber nicht zum Erfolg führte.

Stimme zum Spiel:

Mladen Drijencic: „Ich bin froh, dass wir gegen ein kämpferisches und taktisch versiertes Team gewonnen haben. Deshalb haben wir unser Team auf dieses Spiel sehr intensiv vorbereitet. Viele unsere Turnover waren vermeidbar und es gab zu viele individuelle Fehler. Die Spieler tragen nicht nur die Verantwortung für den Ball, sondern auch für das Team und für den Club. So eng wie die Liga zusammensteht, kannst du nicht gewinnen, wenn du nicht 100 Prozent gibst.“