Internationale Konferenz zu Halbleiter-Photochemie

Oldenburg (red). Wie kann Photokatalyse – eine durch Licht ausgelöste chemische Reaktion – zur Reinigung von Abwasser und Luft eingesetzt werden? Und welchen Beitrag kann sie für die Entwicklung erneuerbarer Energien leisten? Über diese und weitere Themen diskutieren Experten aus aller Welt auf der „SP6 – 6th International Conference on Semiconductor Photochemistry“. Die internationale Fachkonferenz zur Halbleiter-Photochemie findet vom 11. bis 14. September an der Universität Oldenburg statt, unter Leitung der Arbeitsgruppe des Chemikers Prof. Dr. Michael Wark. Die Organisatoren erwarten rund 160 Teilnehmer, unter anderem aus den USA, China, Russland, Indien, Griechenland, Großbritannien, den Niederlanden und der Türkei.

Umweltschutz und nachhaltige Formen der Energiegewinnung stehen im Mittelpunkt der Konferenz: So können beispielsweise mittels Photokatalyse Stickoxide, die unter anderem in Diesel-Abgasen enthalten sind, aus der Luft entfernt werden. Zudem kann durch eine photo-elektrochemische Spaltung von Wasser der für den Betrieb von Brennstoffzellen notwendige Wasserstoff gewonnen werden.

Die Teilnehmer der Tagung stellen in zahlreichen Vorträgen ihre aktuellen Forschungsergebnisse zum Einsatz von Photokatalyse, hierfür geeignete Materialien – zum Beispiel Weiterentwicklungen des auch als UV-Schutz in Sonnencremes eingesetzten Titaniumdioxids – sowie theoretische Grundlagen vor. Zwei Postersessions mit zugehörigen Kurzvorträgen geben vor allem Nachwuchswissenschaftlern die Gelegenheit, ihre Forschung zu präsentieren.

Details zum Programm finden sich online unter www.sp6-oldenburg.de.