Klinisches Trainingszentrum der Medizinischen Fakultät offiziell eröffnet

Das KTZ ermöglicht den angehenden Ärzten, klinisch-praktische Fertigkeiten in geschützter Atmosphäre einzuüben. (Foto: Universität Oldenburg)

Oldenburg. Von der Theorie in die Praxis: Im Klinischen Trainingszentrum (KTZ) der Fakultät VI Medizin und Gesundheitswissenschaften der Universität Oldenburg lernen Studierende des Modellstudiengangs Humanmedizin, ihr theoretisches Wissen praktisch anzuwenden. Heute wurde das Zentrum in seinen neuen Räumlichkeiten im Gebäude V02 an der Ammerländer Heerstraße offiziell eröffnet.

„Der Oldenburger Modellstudiengang Humanmedizin zeichnet sich durch ein praxisorientiertes und forschungsbasiertes Lehrkonzept aus. Das KTZ trägt diesem Ziel Rechnung und bereitet unsere Studierenden bestmöglich auf den Praxis- und Klinikalltag vor“, sagte Prof. Dr. Martin Holthaus, Vizepräsident für Forschung und Transfer, anlässlich der Eröffnung. Prof. Dr. Hans Gerd Nothwang, kommissarischer Dekan der Fakultät VI, ergänzte: „Die Studierenden lernen hier Untersuchungsmethoden und Fertigkeiten in einer geschützten Umgebung. Auch größere Herausforderungen, wie beispielsweise Fälle aus der Psychiatrie oder auch das Überbringen schlechter Nachrichten, werden im KTZ geübt.“

Das KTZ bietet den Studierenden der Humanmedizin die Möglichkeit, klinisch-praktische Fertigkeiten an Modellen und Simulatoren zu üben und zu vertiefen. Hierfür stehen beispielsweise Inkubationstrainer, Reanimationspuppen und Modelle zur Geburtsvorbereitung zur Verfügung. Auch Basisfertigkeiten wie Blut abnehmen, Katheter legen oder den Umgang mit EKG- und Ultraschallgeräten erlernen die Studierenden. Ein weiterer Schwerpunkt der Ausbildung: die Kommunikation mit den Patienten zu trainieren. Dafür stehen eigens geschulte „Schauspieler-Patienten“ zur Verfügung. Die angehenden Mediziner lernen auf diesem Weg, Symptome zu deuten, Untersuchungsmethoden einzusetzen und die richtigen Fragen für die Diagnose zu stellen.

Die ersten dieser „Skills-Labs“ (Fertigkeitenlabore) entstanden in den 1970er Jahren in Illinois (USA) und Maastricht (Niederlande). Heute sind sie auch in Deutschland üblich. In Oldenburg sind die Übungseinheiten im KTZ von Anfang an fester Bestandteil des Medizinstudiums. Die Studierenden kommen dadurch bereits im ersten Semester mit den kommunikativen Aspekten des Arzt-Berufs in Berührung.