Oldenburg ist die Stadt, die ich liebe

Björn F. Oldenburg. (Foto: pr)

Oldenburg. Wer etwas über aktuelle Geschehnisse in Oldenburg wissen möchte, erfährt es hier sehr schnell: die Facebookgruppe „Facebook Oldenburg“ überragt alle anderen Themengruppen über die Huntestadt – nicht nur, weil Björn F. Oldenburg sich rührend um die Gruppe kümmert, auch weil er die nötige Gelassenheit mitbringt, mit problematischen Posts umzugehen. Chefredakteur Jesco von Moorhausen sprach mit Björn F. Oldenburg über sein zeitraubendes Hobby, über seine Heimat Oldenburg und über die Tatsache, dass er schon ein kleiner Promi geworden ist.

JvM: Du nennst dich selbst bei Facebook Björn F. Oldenburg, was verbindet dich mit der Huntestadt?

Björn: Oldenburg ist die Stadt, die ich liebe. Ich bin hier geboren und groß geworden. Trotz der Größe ist Oldenburg irgendwie für mich sehr überschaubar. Durch zahlreiche Projekte bin ich mit Oldenburg sehr verbunden.

JvM: „Facebook Oldenburg“ hat mittlerweile über 22.000 Mitglieder, wie und hat das alles angefangen?

Björn: Es sind sogar schon annähernd 24.000 Mitglieder. Entstanden ist die Gruppe vor knapp drei Jahren. Mir haben die meisten Gruppen aus Oldenburg mit ihrem Regelwerk nicht gefallen, da habe ich einfach selber diese Gruppe gegründet und zuerst alle meine Facebookfreunde eingeladen. Innerhalb kürzestes Zeit wurde die Gruppe zum Selbstläufer.

JvM: Wer ist in der Gruppe willkommen und was erwartet diejenigen dort?

Björn: Willkommen in unserer Gruppe ist jeder ab 18 Jahren. Wir achten halt darauf, dass die Mitglieder sich benehmen und nicht nur Blödsinn posten. Das ist manchmal gar nicht so einfach, da bei dieser Größe immer Diskussionen entstehen. Leider müssen wir auch manchmal schöne Posts löschen, da die Kommentare darunter nicht tragbar sind. Sicher wäre es besser nur die Kommentare zu löschen aber bei knapp 100.000 Post und Kommentaren fehlt uns leider die Zeit dazu. In der Gruppe erwartet die Mitglieder ein Mix aus Nachrichten und Infos aus Oldenburg und dem Umland. Dazu noch der eine oder andere „Spass-Post“

JvM: Bei so vielen Mitglieder geht es sicherlich nicht immer gesittet zu. Wie viel Arbeit hast du als Admin mit der Gruppe?

Björn: Da hast Du vollkommen Recht. Es gibt Tage, da geht es drunter und drüber. Mittlerweile habe ich diverse Moderatoren, die mir Gott sei Dank dabei helfen – ansonsten wäre es nicht mehr zu schaffen. Ich denke, ich beschäftige mich über den Tag gesehen bestimmt fünf Stunden mit der Gruppe.

JvM: Wie ist die Resonanz aus der Familie und von Freunden?

Björn: Den meisten gefällt die Gruppe und sie helfen mir auch gerne dabei.

JvM: Welchen Einfluss hat die Gruppe auf dein privates Leben, wurdest beispielsweise schon von Leuten erkannt beziehungsweise darauf angesprochen?

Björn: Tatsächlich werde ich immer öfter im privaten Leben angesprochen, ob ich nicht Björn F. sei. Ich kann da gut mit umgehen – meine Frau lacht sich immer kaputt, wenn die Leute so viel wissen. Naja, ich lebe mein Leben halt auch sehr transparent bei Facebook – da bleibt das wohl nicht aus.

JvM: Apropos privates Leben, was macht der Admin von „Facebook Oldenburg“ außerhalb der Social Media Plattform?

Björn: Das möchtest Du wohl wissen (lacht) …. Ich bin im Online-Marketing tätig, veranstaltet die eine oder andere Party oder Tour und betreue auf großen Festivals wie unter anderen Hurrican, Deichbrand und Wacken die Crews und das Personal.

JvM: In der Gruppe werden nicht immer nur positive Dinge von Oldenburg gepostet, was stört dich denn persönlich aktuell an der Stadt?

Björn: Nunja, es liegt wohl in der Natur vieler Facebook-User in der Anonymität gegen alles und jeden zu schimpfen. Ich persönlich kann damit sehr gut umgehen und lasse es nicht an mich heran kommen. Mich persönlich stört im Moment ehrlich gesagt nichts an der Stadt – ich bin glücklich und zufrieden hier.

JvM: Was gefällt dir im Gegenzug besonders an Oldenburg?

Björn: Mir gefällt, dass Oldenburg in meinen Augen wie ein großes Dorf ist. Ich kenne hier jede Ecke und so viele nette Menschen. Da ich gerne mit dem Rad fahre, freue ich mich auch immer wieder über die guten Radwege und Anbindungen. Schön wäre, wenn der VFB mal wieder aus dem Quark kommt und wir nicht nur mit ein paar hundert Leuten im Stadion wären.

JvM: Drei Dinge – eine einsame Insel. Was würdest du mitnehmen?

Björn: Oh die verdammte Standardfrage, kann man eigentlich nur falsch beantworten, weil man irgendetwas vergisst…. na gut ….. meine Familie, mein IPad und einen Kühlschrank, der nie leer wird (lacht).

Vielen Dank. Das Interview führte Jesco von Moorhausen.