Oldenburgs Bäder: Gutachter empfiehlt Neubau und Sanierung

Die Bäder in Oldenburg sollen saniert werden. Das freut vor allem Kinder. (Foto: pr)

Oldenburg. Die Bäderlandschaft der Stadt Oldenburg muss in den kommenden Jahren umfassend saniert und den aktuellen Erfordernissen angepasst werden. Das ist das Ergebnis einer Analyse, die das Planungsbüro PROFUND Consult im Auftrag der Stadtverwaltung vorgenommen hat. Kernpunkt ist der Neubau eines Gesundheits- und Vitalbades am Standort Flötenteich. „Damit verbessern wir nicht nur das Angebot für alle Oldenburgerinnen und Oldenburger, sondern auch ganz gezielt in einem Segment, in dem die Gutachter Verbesserungsmöglichkeiten gesehen haben“, sagt Oberbürgermeister Jürgen Krogmann.

Für Gesundheitsbäder wird aufgrund der demografischen Entwicklung der Bevölkerung eine steigende Nachfrage erwartet. Daneben umfasst die Bäderstrategie aber auch umfangreiche Sanierungsmaßnahmen im Hallendbad Kreyenbrück und dauerhafte Investitionen ins OLantis. Beides ist nach Auffassung der Gutachter zwingend erforderlich.

Insgesamt sollen damit in den kommenden Jahren etwa 17 Millionen Euro in den Neubau und die Sanierung der Bäder investiert werden. Als Beitrag zur Finanzierung soll – so die Empfehlung von PROFUND – das Stadtteilbad in Eversten (Baujahr 1975) nicht weiterbetrieben werden. „Insgesamt stellt das Gutachten des Büros „PROFUND“ für Oldenburg eine ausreichende Versorgung mit Bädern fest, allerdings kommen auf die Stadt in den kommenden Jahren erhebliche Kosten für die Sanierung der einzelnen Bäder zu. Deshalb ist es richtig, jetzt die Weichen für die Zukunft zu stellen“, betont die Erste Stadträtin Silke Meyn.

Die Bäder in Kreyenbrück (1974) und Eversten (1975) stammen aus den siebziger Jahren, der ermittelte Sanierungsbedarf ist entsprechend hoch. Aktuell liegt er bei mehr als 3,5 Millionen Euro pro Bad. Die Bäder sind bisher aus laufenden Mitteln unterhalten worden. Nun wird eine grundlegende Sanierung nötig. In Oldenburg ist momentan der Bedarf von Schulen, Vereinen und Einwohnern weitgehend gedeckt, auch das ist ein Ergebnis der Untersuchung. Besonders hervorgehoben wird die gute – weil sehr zentrale – Lage des OLantis. Dies erweist sich für die anstehende Neugestaltung der Bäderlandschaft als großer Vorteil.

Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels der Bevölkerung hat das Beratungsbüro PROFUND deshalb den Vorschlag gemacht, am Standort Flötenteich ein Gesundheits- und Vitalbad zu errichten. Das Thema „Gesundheit“ bietet nämlich das größte Entwicklungspotenzial für ein neues Bad. Die Kosten für den Bau eines solchen Bades werden mit etwa 9 Millionen Euro veranschlagt.

Die Oldenburger Bäderlandschaft würde mit der Umsetzung dieses Konzepts deutlich aufgewertet. Der derzeitige Jahreszuschuss der Stadt liegt bei 2,4 Millionen Euro im Jahr.