Sanierung des Uni-Schwimmbads verzögert sich

Bis im Unibad wieder geschwommen werden kann, wird es einige Zeit noch dauern. (Foto: pr)

Oldenburg. Das Schwimmbad der Universität Oldenburg am Uhlhornsweg wird voraussichtlich erst in der ersten Jahreshälfte 2019 wiedereröffnen. Die bereits begonnene Dachsanierung erweist sich wegen nachgewiesener Gebäudeschadstoffe als deutlich komplexer als ursprünglich angenommen. Entgegen einer ersten Prognose sieht das finale Gutachten vor, die Schadstoffe vollständig zu entfernen und die gesamte Dachkonstruktion neu aufzubauen. Die Kosten hierfür belaufen sich auf etwa drei Millionen Euro. Ursprünglich sollte das Bad Anfang 2018 wiedereröffnen.

Im Sanierungszeitraum müssen das öffentliche Schwimmen sowie entsprechende Veranstaltungen des Hochschulsports entfallen. Für die rund 70 Sportstudierenden, die bislang pro Semester drei Schwimmkurse im Uni-Bad belegen konnten, haben die Universität und das Institut für Sportwissenschaft Ausweichmöglichkeiten gefunden – Studienzeiten verlängern sich wegen der Baumaßnahmen daher nicht. Im laufenden Wintersemester findet ein Kurs im Hallenbad Bad Zwischenahn statt; die übrigen beiden Kurse werden ins Folgesemester verlegt. Im Sommersemester 2018 können zusätzlich wieder alle drei regulären Kurse stattfinden – dank weiterer Kapazitäten in Oldenburger Schwimmbädern. Die Universität stellt entsprechende Mittel für Mietausgaben bereit. Dies gilt auch für Trainings im Rahmen der Ausbildung zu Forschungstauchern des Instituts für Chemie und Biologie des Meeres (ICBM), die sonst ebenfalls im Uni-Bad stattfinden.

Neben der Dachverglasung des großen Beckens und des angrenzenden Flachdachs sollte ursprünglich auch die Dachkonstruktion aus Leimbindern – industriell gefertigtes Brettschichtholz – saniert werden. Dabei wurde festgestellt, dass in der Vergangenheit Holzschutzanstriche mit dem Fungizid Pentachlorphenol (PCP) und Asbest verarbeitet wurden. Diese Gebäudeschadstoffe werden nun zusammen mit der gesamten Dachkonstruktion vollständig entfernt.

Das von der Universität in Auftrag gegebene Gutachten zur PCP-Belastung ergab auch, dass Raumluftkontaminationen nicht nachweisbar und damit ohne Relevanz seien. Die von der Universität trotzdem vorsorglich vorgenommene Raumluftuntersuchung bestätigte dieses Ergebnis. Von den asbesthaltigen Bauprodukten geht laut Gutachten im eingebauten, ruhenden Zustand ebenfalls keine Gesundheitsgefährdung aus. Die Universität führt die nötigen Baumaßnahmen unter erhöhten Sicherheitsauflagen mit Beteiligung des Gesundheitsamtes durch.